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„Die eigene Stelle 16“

 

Projekttitel: Spinal cord stimulation for treating Parkinson's disease-related movement deficits

Projektleiterin: Dr. Evelyn Dylda

    Dylda mini

 

Wenn unserer Fähigkeit zur selbstständigen Fortbewegung eingeschränkt ist, wirkt sich dies negativ auf unsere Lebensqualität aus. Einer der am Häufigsten auftretenden Störungen, die unsere Fortbewegung beeinträchtigt, ist Parkinson (PD). PD Patienten leiden häufig an „freezing of gait (FoG)“. Plötzlich auftretende kurze Perioden, in denen das Ausführen von Vorwärtsbewegungen beeinträchtigt ist. Als würden die Füße “auf dem Boden festkleben”. Die Schwere, mit welcher diese Störung auftritt, variiert von Patient zu Patient und traditionelle Behandlungsmethoden helfen häufig nicht.

Vor Kurzem wurde angeregt, dass dieser speziellen Patientengruppe möglicherweise mit elektrischen Stimulationen des Rückenmarks geholfen werden kann. Jedoch ist nicht bekannt, wie diese Methode am besten angewandt wird und wie sie zum Erfolg führt. Um die Effektivität von SCS Therapien für Patienten zu verbessern, ist es wichtig, die Auswirkungen der SCS Therapie auf die Gehirnaktivität zu verstehen. Das Ziel dieses Projektes ist es herauszufinden, wie SCS die Gehirnaktivität im Allgemeinen, und speziell die Gehirnaktivität in Arealen, welche bei FoG Patienten beeinträchtigt sind, beeinflusst. Im Einzelnen werden wir untersuchen, welche neuronalen Netzwerke durch SCS Stimulation aktiviert werden, wie die Gehirnaktivität durch SCS beeinflusst wird und untersuchen, welche Gehirnareale für die Verbesserungen von Bewegungsstörungen durch SCS Stimulation des Rückenmarks bei FoG wichtig sind. Zusammengefasst, wird dieses Forschungsprojekt neue Erkenntnisse über die Wirkungsweise von klinisch einsetzbaren SCS Stimulationen liefern, was die klinischen Einsatzmöglichkeiten dieser Therapiemethode auf mit Parkinson verbundene Bewegungserkrankungen ausweiten wird.