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Forschungsfelder

 

Magdeburg steht in der akademischen Welt für neurowissenschaftliche Spitzenforschung und ist etablierter Neurostandort mit Forschern von Weltruf. Schubkraft verleiht die Exzellenzinitiative des Landes Sachsen-Anhalt.

Neurowissenschaftliche Forschung gehörte traditionell seit dem Bestehen der Medizinischen Akademie Magdeburg (gegründet 1954) zu den profilbestimmenden Forschungsschwerpunkten. Dabei spielte die Erforschung der Lern- und Gedächtnisprozesse eine herausragende Rolle. Nach Gründung des Leibniz-Instituts für Neurobiologie Magdeburg (LIN 1992; früher Institut für Neurobiologie und Hirnforschung: INH, gegründet 1981) und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU; gegründet 1993) entstand eine fakultätsübergreifende Kooperation aus der sich der wissenschaftsstandort Magdeburg zu einem Kompetenzzentrum für neurowissenschaftliche Forschung etablierte. Zur besseren Vernetzung und der Nutzung der Synergieeffekte dieser vielfältigen Forschungslandschaft wurde im Februar 2007 das „Center for Behavioral Brain Sciences“ (CBBS) gegründet. Das CBBS organisiert die interdisziplinäre Arbeit forschungsintensiver Gruppen der experimentellen und klinischen Neurowissenschaften und angrenzender Gebiete. Es bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus, erschließt Drittmittelquellen und koordiniert den Forschungstransfer.

Das CBBS ist auf höchstem Niveau ausgestattet. Unter anderem kommt hier der zur Einweihung 2005 europaweite erste 7-Tesla-Magnetresonanztomograph mit zugehörigem Lehrstuhl zum Einsatz. Zum weiteren technologischen Ausbau des Standortes gehören unter anderem MR-PET-Investitionen, Kleintier-Imaging und Micro-Imaging mit weltweit erstem kommerziellen 2-Kanal-STED. Zur Entwicklung neuer Neuroimaging- und Visualisierungstechniken sowie multimodaler Bildgebung in verschiedenen Bereichen der kognitiven Neurowissenschaften leistet die Combinatorial NeuroImaging (CNI) Core Facility wegweisende Forschungsarbeit.  

Die Neurowissenschaften sind ein Forschungsschwerpunkt von besonderer gesellschaftlicher Relevanz und großem Disziplinen-übergreifenden Potential. Durch gezielte Schwerpunktsetzung in den klassischen (Medizin, Biologie, Psychologie) und nicht-klassischen Neuro-Bereichen (z.B. Neuroökonomie, Theory of mind-Philosophie, technische kognitive Systeme, Medizintechnik, Computervisualistik) wurde ein verbindendes momentum erzeugt, aus dem nunmehr vier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche (SFB) hervorgingen. Neben dem lokalen Neuro-SFB 779 sind dies die beiden Transregio-SFBs TRR 31 mit der Universität Oldenburg und TRR 62 gemeinsam mit der Universität Ulm sowie der immunologische SFB 854, der in seinem TWIN-Bereich immunologisches und neurobiologisches Knowhow zusammenführt. Die Sonderforschungsbereiche sind prägende gestalterische Elemente in der universitären Forschung und Lehre, da sie neben ihrer Forschungsarbeit auch den wissenschaftlichen Nachwuchs in integrierten Graduiertenkollegs unterstützen sowie durch internationale Meetings den Standort sichtbar machen.

Mit dem Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften (CBBS) bestehen enge Kooperationen bei anwendungsorientierten Ansätzen im Bereich Gehirn-Maschine-Schnittstellen, sowie hinsichtlich der Weiterentwicklung der humanen Bildgebung (MRT, PET, CT, SPECT) im Gesundheitswesen. Auf diesem Markt kommt der Medizintechnik eine Schlüsselrolle zu. Aus der Zusammenarbeit von Ingenieurtechnik, Naturwissenschaft, Medizin, der Firma Siemens AG Healthcare und regionalen Wirtschaftsunternehmen entstand der Forschungscampus STIMULATE (Solution Centre for Image Guided Local Therapies) für innovative Medizintechnik, welcher Anfang 2013 eröffnet wurde. Im Forschungscampus STIMULATE werden Technologien für bildgeführte minimal-invasive Methoden in der Medizin entwickelt, die sowohl medizinische Behandlungsmethoden verbessern als auch die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eindämmen sollen. Im Fokus stehen dabei wichtige Volkskrankheiten aus den Bereichen Onkologie, Neurologie sowie Gefäßerkrankungen.

Ein weiterer wichtiger Partner der durch das CBBS organisierten neurowissenschaftlichen Forschung ist das 2009 gegründete Deutsche Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen (DZNE). Dieses Forschungszentrum der Helmholz-Gemeinschaft beschäftigt sich mit Demenzerkrankungen und untersucht deren Ursachen und Risikofaktoren, um daraus neue Therapie- und Pflegestrategien abzuleiten.

Ausschreibung: "CBBS ScienceCampus"

Deadline: 30. September 2017

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Zum Wissenschaftscampus...

Salonabend des CBBS - Neuro-Wissenschaft trifft Wirtschaft

10. Oktober 2017, 17:30 Uhr

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Vortrag: “The child who can’t see: low vision assessment and research in children with visual impairment”, Michael Crossland (Moorfields Eye Hospital, London, UK)

25. September 2017, 9:30 Uhr, Institut für Medizinische Psychologie, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg  

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CBBS feiert 10-jähriges Jubiläum!

22. November 2017, 18:00 Uhr 

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Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

LIN Leibnizinstitut für Neurobiologie Magdeburg